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von
Daniel Vogel
Dresden, Juni 2000
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Grundlagen und Funktionsprinzip der Börse
1 Geldanlage allgemein
| ANLAGEFORM |
WE* |
BEMERKUNGEN (SICHERHEIT, VERFÜGBARKEIT, VORTEILE, ETC.) |
| Sparbuch |
2,9% |
Sehr sicher, unterliegt Einlagensicherung, Wertverlust durch Inflation.3000,-- DEM pro Monat verfügbar, als Geldreserve für Notfälle geeignet. |
| Sparbrief |
6,6% |
Wie Sparbuch.Nicht kündbar (Ausnahme: Bundesschatzbriefe), kaum verkäuflich, nur beleihbar. |
| Termingelder |
5,1% |
Wie Sparbuch. --- Während vereinbarter Dauer unkündbar, nur beleihbar. Geeignet zum Zwecksparen, kurzfristige Liquiditätsreserve. |
| Festverzinsliche Wertpapiere |
7,3% |
Sicherheit von Bonität des Schuldners abhängig, meist jederzeit verfügbar, Kursgewinne nach Ablauf der Spekulationsfrist steuerfrei. Geeignet für Beimischung in langfristigen Vermögensaufbau (Portfolio). |
| Aktien |
12,8% |
Sicherheit sehr unterschiedlich: je höher die Rendite, desto höher ist das Risiko.Einzelheiten in folgenden Abschnitten. |
| Investmentfonds |
-40% - >30% |
Je nach Zusammensetzung des Fonds große Unterschiede. Einzelheiten in folgenden Abschnitten. |
| Bausparen |
2,5 - 5% |
Geeignet für junge Familien mit Immobilienwunsch, staatliche Förderung. Sonst zur Vermögensbildung ungeeignet.
Private Renten-/ Lebensversich. 5,5 - 7,6% Geeignet zur aufwandsarmen privaten Altersvorsorge. |
| Private Renten-/ Lebensversich. |
5,5 - 7,6% |
Geeignet zur aufwandsarmen privaten Altersvorsorge. |
| Immobilien |
3 - 6,3% |
Hohe Steuerersparnis, sonst abhängig von Art der Immobilie. Geeignet zur privaten Altersvorsorge, ein glückliches Händchen vorausgesetzt. |
* WE = durchschnittliche jährliche (p.a.) Wertentwicklung 1984-1994
Diese Auswahl zeigt das enorme Potential, das im Wertpapierinvestment steckt. In Kenntnis der Grundlagen der Börse lässt sich durch Geldanlage in Wertpapieren (z.B. Aktien) am meisten Geld verdienen - und das bei relativ hoher Sicherheit. Aktien übertreffen langfristig gesehen jede andere Form der Geldanlage in Sachen Rendite/Gewinn!
2 Theorie der Börse
2.1 Entstehung
Was ist eine Börse?
Der Definition nach handelt es sich um einen Markt zum Handel von Gütern; in unserem speziellen Fall sind dies Wertpapiere (auch "Effekten", deshalb: Effektenbörse).
Historische Entwicklung
Im 16. Jahrhundert trafen sich in Brügge erstmals Kaufleute aus aller Herren Länder, um mit Wechseln (Schuldscheinen) aus Kolonialwarengeschäften zu handeln. Dies waren die ersten handelbaren Wertpapiere, die in Lederbeu-teln, der "Börse", aufbewahrt wurden.
1602 entstand dann in Amsterdam die erste Aktienbörse, an der mit Aktien des Kolonialunternehmens "Vereinigte Ostindische Kompanie" gehandelt wurde. Später wurden feste Börsenplätze und -zeiten eingerichtet, um dem einen ordentlichen Rahmen zu geben. Daraus entstand die heutige Struktur der Börsenorganisation.
Grundprinzip
Speziell in Zeiten der Industrialisierung stieg der Kapitalbedarf einzelner Unternehmen sehr stark an und konnte von Einzelpersonen nicht mehr auf-gebracht werden. Deshalb gab man Anteilscheine aus, die einen gewissen Anteil am Unternehmen verbrieften und zu einem angemessenen Preis ver-kauft wurden. Stieg nun der Wert des Unternehmens, so stieg auch der der Aktie (des Anteilscheins) und man konnte durch den Handel mit diesen Akti-en Gewinne realisieren. Stark vereinfacht dargestellt funktioniert die Effek-tenbörse noch heute auf dieser Grundlage.
2.2 Das Börsengeschehen in Deutschland
Die Geschäfte an den deutschen Börsen haben ihre rechtlichen Grundlagen im Wertpapiergesetz. Dieses sieht u.a. die Genehmigung von Börsen durch Staatskommissare der Landesregierungen sowie die Kontrolle des Börsen-handels durch das Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel (BAWe) vor.
Einsteigerseminar: Grundlagen und Funktionsprinzip der Börse
eco:compass in Zusammenarbeit mit Capital Increase Wertpapierclub GbR
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Investmentfonds können sich in ihrer Zusammensetzung stark unterscheiden. Möglich sind Aktien, Renten, Immobilien und Bargeldreserven, manchmal euch Edelmetalle.
Portfolio (auch: Portefeuille) nennt man die Gesamtheit aller Anlagen eines Investors, also die Zusammensetzung seines Vermögens (an Wertpapieren).
Besonders bei der Wertentwicklung von Aktien gilt es zu beachten, dass es sich i. d. Tabelle um Durchschnittswerte handelt. Es gibt vereinzelt sogar jährliche Gewinne von mehreren 100 Prozent (und entsprechende Verluste)!
Bei der Geldanlage, besonders bei Wertpapieren, steht das Investment im Vordergrund. D.h., dass vorhandenes Geld nicht einfach "gelagert" wird (wie auf einem Sparbuch), sondern dass man damit "arbeitet", d.h. durch das eingesetzte Geld weiteres hinzuverdient.
Wertpapiere sind Urkunden über ein Vermögensrecht, wie z.B. Aktien, Schecks, Investment-Zertifikate, Banknoten oder Hypothekenbriefe. Als Effekten bezeichnet man jene Wertpapiere, die an der Börse handelbar sind.
Durch die Ausgabe von Anteilscheinen werden neben dem Kapital auch Risiken und Chancen auf die Inhaber verteilt.
Heutzutage haften Aktieninhaber nicht für evtl. Schulden eines Unternehmens, d.h. man kann im schlechtesten Fall einen Totalverlust durch Aktienbesitz erleiden, aber keine Schulden anhäufen.
Der Börsengang eines Unternehmens ist somit nichts anderes als ein Weg der Kapitalbeschaffung. Allerdings werden dabei auch Kompetenzen an die Anteilseigner abgetreten.
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Die wesentlichen Aufgaben einer Börse sind
- Abstimmen von Angebot und Nachfrage in Bezug auf Effekten bzw. andere Objekte,
- Ermitteln eines Kurses und
- Bieten der Möglichkeit, Kapital anzulegen oder zu beschaffen.
Der deutsche Wertpapiermarkt ist in vier Segmente gegliedert:
- Amtlicher Handel
- Geregelter Markt
- Freiverkehr
- Neuer Markt
An den Börsen handeln darf nicht jeder, dieses Recht ist den sog. Maklern (engl.: Broker) vorbehalten. Man unterscheidet amtliche Makler, die durch die Landesregierung bestellt werden und den Kurs der amtlich gehandelten Wertpapiere feststellen und die Kauf- und Verkaufsorders dieser Papiere ausführen und freie Makler, die bei der Kursfeststellung und Orderausfüh-rung von solchen Wertpapieren mitwirken, die nicht zum amtlichen Verkehr zugelassen sind.
In der Bundesrepublik Deutschland sind derzeit acht Börsenplätze zugelas-sen:
- Frankfurt (Hauptbörse und Eurex)
- Berlin
- Bremen
- Düsseldorf
- Hamburg
- Hannover
- München
- Stuttgart
2.3 Wertpapiere - Was an der Börse gehandelt wird
Aktien
Die wohl bekannteste Wertpapiersorte sind die Aktien. Das sind Urkunden, die ihrem Inhaber einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft und bestimmte Unternehmensrechte verbriefen. Der Inhaber einer Aktie (Aktionär) ist Miteigentümer an den Vermögenswerten des Unternehmens und am Gewinn (Dividende) beteiligt. Man unterscheidet
nach der Übertragbarkeit:
- Inhaberaktien (übertragbar durch einfache Übergabe),
- Namensaktien (lauten auf den Namen des Inhabers und sind nur durch Indossament übertragbar) und
- vinkulierte Namensaktien (Genehmigung der Gesellschaft für Aktienübertragung notwendig)
nach den verbrieften Rechten:
- Stammaktien (Aktien, die allen Eigentümern gleiche Rechte ein-räumen) und
- Vorzugsaktien (Aktien, die ihren Inhabern Sonderrechte [z.B. erhöhte Dividende] einräumen, dafür aber oft das Stimmrecht einschränken)
Durch den Kauf von Aktien beteiligt man sich direkt an einem Unternehmen und nimmt damit am Unternehmenserfolg oder -misserfolg teil (= Kursgewinne oder -verluste).
Hält man die Aktien langfristig, so profitiert man (zumindest bei Standardwerten) von den jährlichen Dividendenzahlungen. Beim Verkauf profitiert man auch von evtl. eingetretenen Kursgewinnen, d.h. wenn der Verkaufs- höher als der Kaufpreis ist.
Da man bei Aktien direkt von der Entwicklung eines Unternehmens abhängig ist, sollte man durch den Kauf verschiedener Aktien (Streuung, Diversifizierung) das Risiko minimieren.
Beispiel Der Kurs von Unternehmen A fällt im Verlauf eines Jahres von 100 auf 50 Euro, der des Unternehmens B steigt von 100 auf 200 Euro. Besitzt man nur Aktien des Unternehmens A, so verliert man die Hälfte seines ein-gesetzten Geldes. Besitzt man jedoch zu gleichen Teilen Aktien von A und B, so gewinnt man insgesamt sogar Geld dazu.
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Im amtlichen Handel werden Wertpapiere von Unternehmen gehandelt, die strengsten Zulassungsvorschriften genügen. Im geregelten Markt sind diese Vorschriften wesentlich milder. Im Freiverkehr werden Wertpapiere von Unternehmen gehandelt, die zum amtlichen Verkehr gar nicht zugelassen sind.
Der Neue Markt ist ein relativ neues Börsensegment der Deutschen Börse AG, an dem junge Unternehmen aus aufstrebenden Branchen (z.Zt. Internet, Biotechnologie, etc.) gehandelt werden. Hier sind Chancen und Risiken am höchsten.
Die Börse in Frankfurt hätte sich Anfang 2000 beinahe mit der Londoner Börse zur größten Börse Europas zusammengeschlossen. Die Standardwerte sollten in London, der Neue Markt weiterhin in Frankfurt gehandelt werden.
Die gebräuchlichste Form der Aktien ist die Inhaberaktie. Sie ist für den Börsenhandel am geeignetsten und außerdem am einfachsten zu handhaben. Da Aktien heutzutage meist bei der Bank in Girosammelverwahrung aufbewahrt werden, machen Namensaktien kaum noch Sinn.
Indossament nennt man einen Übertragungsvermerk in Orderpapieren.
Aufgrund der empfohlenen Diversifizierung eignen sich Aktienkäufe wegen des sonst zu hohen Risikos nur beim Einsatz von mehreren 1000 DM. Deshalb empfehlen sich für Kleinanleger KAktienfonds, da sie dieses Problem umgehen. Gleiches gilt für den Zusammenschluss zu einem Wertpapierclub, da hier genug Geld zur Streuung zur Verfügung steht.
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Renten
Als Renten bezeichnet man alle festverzinslichen Wertpapiere. Diese Wert-papierart verbrieft Gläubigerrechte. Der Anleger gewährt quasi ein Darlehen in Höhe des Nennwertes und hat Anspruch auf feste Nominalverzinsung sowie Rückzahlung zu 100% zum festen Termin.
Renten sind sehr sichere Anlagen. Sie eignen sich zur Altersvorsorge, liegen aber bzgl. der Rendite deutlich unter den Aktien. Geringes Risiko bedeutet an der Börse eben auch geringere Rendite.
Fonds
Neben "reinen" Aktien kann man auch Anteile an sog. Investmentfonds er-werben. Fonds sind vereinfacht gesagt große Portfolios, an denen man sich beteiligen kann. Die Zusammensetzung kann je nach Ausrichtung des Fonds sehr unterschiedlich sein, typisch sind Aktien-, Renten-, Immobilien-, Rohstoff- und Währungsfonds.
Es ist höchst selten, daß sich ein Fonds ausschließlich aus einer Anlage-form, z.B. Aktien zusammensetzt. Meist wird wenigstens ein kleiner Teil des Vermögens in Barreserven angelegt, um das Risiko zu vermindern.
Für Kleinanleger mit geringem finanziellen Spielraum sind Investmentfonds "reinen" Aktien stets vorzuziehen, da durch die indirekte Beteiligung an vie-len Unternehmen das Risiko, sein Geld zu verlieren, erheblich verringert wird. Somit eignen sich Fonds bestens für Einsteiger und jene Anleger, die nicht die Zeit haben, sich regelmäßig um ihre Geldanlage zu kümmern.
Optionen
Eine weiteres bekanntes Wertpapier sind die sog. Optionen. Sie eignen sich nur für spekulativ orientierte Anleger und sind nur erfahrenen Anlegern zu empfehlen, da sie ein enormes Risiko in sich bergen.
Optionsscheine berechtigen zum Kauf (Call) oder Verkauf (Put) z.B. von Aktien zu einem festgelegten Kurs und Zeitpunkt, gedacht auch als Absiche-rung von Aktiengeschäften. Meist werden Optionen als reines Spekulations-papier erworben, um auf steigende oder fallende Kurse zu "wetten". Der Wert einer Option verändert sich bei Kursschwankungen wesentlich stärker als der Kursausschlag selbst (Hebeleffekt, "Leverage-Effekt"). Als Spekulati-onspapier bringen Optionen oft 100% und mehr - aber beinahe ebenso häu-fig kommt es zum Totalverlust.
2.4 Indizes - Dax, Dow Jones & Co.
Um den Aktienmarkt besser im Blick zu haben, um sich ohne viel Aufwand einen Überblick über die aktuelle Entwicklung der Börse verschaffen zu kön-nen, dafür wurden sog. Indizes eingeführt.
Börsen-Indizes sind veränderliche Zahlengrößen, die aus einem nach be-stimmten Kriterien festgelegten Bestand an Wertpapieren berechnet werden und deren Veränderung die Kursverläufe dieser Wertpapiere widerspiegelt. Die folgende Übersicht zeigt die bekanntesten Indizes:
| Index |
Bezug |
| Dax |
deutsche Standardwerte |
| Euro Stoxx 50 |
europäische Großunternehmen |
| Nemax |
Neuer Markt (Deutschland) |
| Dow Jones |
US Blue Chips |
| Nasdaq |
US-Technologieaktien u.ä. |
| Nikkei |
japanische Standardwerte |
Man kann am Verlauf der Indizes die grobe Entwicklung des Aktienmarktes ablesen. Ein Rückschluss auf eine Einzelaktie ist aber nicht in jedem Fall möglich. Wie in der Tabelle zu sehen, gibt es für verschiedene Aktientypen auch verschiedene Indizes.
Die beigefügte Grafik zeigt die konkrete Zusammensetzung des DAX®. Dar-gestellt sind die Prozentanteile der einzelnen Aktiengesellschaften bei der Ermittlung des Index (Stand: Februar 2000). Durch Fusionen und unter-schiedliche Unternehmensentwicklungen sind hier regelmäßige Verände-rungen zu erwarten. Auch Neuemissionen können irgendwann in den DAX "aufgenommen" werden, wenn sie die entsprechende Börsenkapitalisierung erreicht haben.
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Renten werden vorrangig vom Bund herausgegeben (Bundesanleihen bzw. Bundesschatzbriefe). Hier ist eine hohe Bonität und somit eine hohe Sicherheit gegeben.
Reine Aktienfonds kann man sich als Körbe mit vielen verschiedenen Aktien vorstellen. Kauft man einen Anteil am Fonds, so ist man indirekt an den Einzelunternehmen beteiligt. Etwaige Stimmrechte usw. übt aber die Fondsgesellschaft aus.
Wer als Einsteiger oder Anfänger die Finger nicht von Optionsgeschäften lassen kann, der ist vielleicht bei einem der Optionsscheinfonds noch am besten aufgehoben, da dort die Fondsmanager die Optionsgeschäfte tätigen, man selbst ist "nur" an Gewinn oder Verlust beteiligt.
Es gibt übrigens auch einen Index für Bundes-Renten in Deutschland, den sog. Bund-Future.
Die verschiedenen Indizes werden in größeren Tageszeitungen (z.B. FAZ, Süddt. Z., Handelsblatt) tagesaktuell veröffentlicht. Außerdem kann man sie im Internet und im Videotext abrufen. Hierbei seien die Videotexttafeln 201/202 des Senders n-tv empfohlen.
Blue chips nennt man (z.B. in Amerika) die Standardwerte.
In der Praxis nimmt der DAX einen Anleger an, der am 31.12.1987 einen Betrag von DM 1000,-- entsprechend der DAX-Wichtung investiert hat. Er hätte am 15.6.2000 ca. 7350,--DM, d.h. er hätte 6350,-- DM hinzugewonnen. Sein Geld hat für ihn "gear-beitet".
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| 2.5 Die Entstehung der Börsenkurse
Die Börsenkurse entstehen ausschließlich durch Wirkung des Prinzips von Angebot und Nachfrage. Steigt das Angebot (wollen mehr Aktionäre eine Aktie verkaufen), so sinkt der Preis. Steigen würde er bei zunehmender Nachfrage (wenn mehr Aktionäre eine Aktie kaufen wollen).
Angebot und Nachfrage werden allerdings von äußeren Faktoren so stark wie bei kaum einem anderen Wirtschaftsvorgang beeinflusst.
Entscheidenden Einfluss haben dabei:
- Die aktuelle Ertragslage der Firma
- Auseinandersetzungen zwischen den Tarifpartnern
- Internationale Streitigkeiten
- Politische Entscheidungen
- Das Konsumklima der Bevölkerung
- Veränderungen bei den Geldmarktkonditionen (Zinsen!)
- Wachstumsrate des BSP
- Entwicklung der Inflationsrate
In aller Regel gilt: Die Börse nimmt die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes bereits vorweg!
Die Kurse werden mehrmals pro Minute aktualisiert. Dies verdanken wir dem XETRA-Handel (computergesteuert), der den Parketthandel inzwischen fast vollständig verdrängt hat. Dennoch werden viele Aktiengeschäfte, besonders von Kleinanlegern, zum mittags festgestellten Kassakurs ausgeführt, da für Transaktionen im variablen Handel hohe Mindestumsätze vorausgesetzt werden.
Der Wert von Fondsanteilen wird übrigens nur einmal täglich festgestellt, da Fondsanteile außerbörslich gehandelt werden.
2.6 Wertpapieranalyse
Wenn man von Wertpapieranalysen spricht meint man meist die Chartanaly-se. Dabei wird anhand des Graphen die weitere Entwicklung des Wertpa-piers "vorhergesagt". Eine relativ hohe Trefferquote hat in der Vergangenheit gezeigt, dass diese Vorhersage oft zutrifft, obwohl sie erst relativ spät getrof-fen werden kann.
Man unterscheidet grundlegend in fundamentale und technische Analyse.
Die Fundamentalanalyse ist eine Methode, die Daten zu zurückliegenden Ereignissen und Entwicklungen betrachtet, um eine Prognose auf zukünftige Kursbewegungen einer Aktie abzuleiten. Man könnte hier wiederum drei Teilbereiche unterscheiden:
- Die gesamtwirtschaftliche Analyse (Konjunktur, Zinsen, Geldmenge, Währungsstabilität, politische Entwicklung).
- Die Branchenanalyse (Auftragseingänge, Produktion, Marktsegment, Absatz- und Entwicklungschancen innerhalb der Branche)
- Die Unternehmensanalyse (Ertragsentwicklung, Substanz, Produktstra-tegien, Management)
Die (technische) Chartanalyse hingegen bemüht sich, durch verschiedene Techniken diese Charts zu interpretieren, um dadurch eine Kursprognose abzuleiten bzw. den richtigen Kauf- oder Verkaufszeitpunkt zu bestimmen. Dazu dienen z.B.
- Gleitende Durchschnitte (z.B. 30-, 100- oder 200-Tage-Durchschnitt)
- Graphische Formationen (z.B. Untertasse, Dreiecksformationen)
- Stützungs- und Widerstandslinien (z.B. sog. "Boden"/ "Bodenbildung")
Raum für Notizen und Bemerkungen
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In der Zeit steigender Börsenkurse spricht man von einer Hausse, gegenteilig von einer Baisse.
Steigende Zinsen sind Gift für die Aktienmärkte!
Starke Kursschwankungen eines Wertpapiers bezeichnet man als Volatilität.
Nicht zu unterschätzen ist auch ein psychologischer Effekt: Sinken die Kurse deutlich, so verkaufen viele ihre Aktien einfach nur, weil viele andere es auch tun (Masseneffekt) - damit sinken die Kurse noch stärker!
Als Chart bezeichnet man den Graphen der Wertentwicklung eines Wertpapiers, also ein Kurs-Zeit-Diagramm.
Auch Analysten können sich irren! Nicht immer ist ihre Vorhersage zutreffend, also ist Vorsicht geboten. Einer Anlageentscheidung sollte man stets eine Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse zugrunde legen.
Im Zweifelsfall sollte man sich immer lieber auf eigene Erfahrungen und auf sein eigenes Gefühl verlassen, statt auf die Meinung anderer zu hören, auch wenn sie Profis sind! Niemand ist unfehlbar.
LITERATUR zur Theorie
B.W. Klöckner: Gewinnen mit Aktien (Falken Verlag, 1999/2000)
N24: Aktien - Strategien für Einsteiger (Südwest Verlag, 1997/2000) ·
K.-H. Bilitza: Stichwort Börse (Heyne Verlag, 1992) ·
H.-W. Möller: Das Börsenseminar (Heyne Verlag, 1991/1999) ·
R. Schätzle: Handbuch Börse 1999 (Heyne Verlag, 1998/1999) ·
Mit · gekennzeichnete Bücher waren gleichzeitig Quellen für Auszüge dieses Beitrages.
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| 3 Geld verdienen mit Wertpapieren - die Praxis
3.1 Die Entscheidung für das Wertpapier-Investment
Der Schritt an die Börse ist wahrlich sehr einfach. Um jedoch die Risiken und die damit verbundenen Konsequenzen abschätzen und steuern zu können, bedarf es einigen Vorüberlegungen. Zur Vorbereitung gehört neben der Selbsteinschätzung und der Wertpapieranalyse/ -entscheidung auch ein Grundwissen über Geldanlagen. Ein ausgewogenes Vermögensmanage-ment sieht dabei folgendermaßen aus:
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Liquidität
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Wertpapiere
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Sachwerte
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1/3
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1/3
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1/3
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Diese Vermögensaufteilung lässt sich natürlich nur bei einem großen finan-ziellen Spielraum (mehrere 100.000 DM) realisieren.
Als Kleinanleger, sofern man sich für Wertpapier-Investment entschieden hat, sind daher besondere Vorsicht und Fingerspitzengefühl geboten. Erlei-det man einen Totalverlust an Wertpapieren, so dürften die Sachwerte und Liquiditätsmittel nicht ausreichen, um dies auszugleichen, sofern man sich an die Drittelung seines Vermögens gehalten hat.
Deshalb ist es wichtig, sich selbst einzuschätzen und seine Ziele zu kennen, um das Risiko seinem persönlichen "Anlagetyp" anzupassen.
Denn: je höher das Risiko, desto höher sind auch die Chancen.
3.2 Anlagetypen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit denen das Anlegerprofil erstellt werden kann. Meist wird man über Fragebögen in Risikoklassen eingeteilt. Dabei gilt grundsätzlich: Desto weniger Zeit man hat, desto geringer muss man das Risiko wählen!
Ältere Menschen, die Geld für ihren Lebensunterhalt "ansammeln" wollen, sollten eine sehr sichere Anlage wählen, das heißt, sie müssen sehr konser-vativ investieren. Junge Menschen hingegen haben, sofern sie das Geld nicht in absehbarer Zeit für ihre Ausbildung benötigen, meist einen langen Anlagehorizont von mehreren Jahrzehnten. Sie können mutiger anlegen, da sie Zeit haben, den richtigen Verkaufsmoment abzuwarten, auch wenn dieser erst nach vielen Jahren eintritt. Man kann nun unendlich viele Abstufungen vornehmen, hier sollen einmal drei gewählt werden:
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Risikobereitschaft
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GERING
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MITTEL
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HOCH
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| Beschreibung |
Sicherheitsorientiert, Anlagehorizont gering |
Zugunsten einer bes-seren Rendite begrenzt risikobereit |
Spekulativer Anleger mit Drang nach bestmöglicher Rendite |
| geeignete Wertpapiere |
Renten mit höchster Bonität |
Renten, Aktienfonds mit Standardwerten |
Reine Aktien, Spekulative Fonds |
Selbstverständlich kann man sein persönliches Portfolio gemischt gestalten. Renten zur Absicherung, Standardwerte für die Dividendenzahlungen und spekulative Aktien (möglichst < 20%, z.B. Neuer Markt oder Aufstrebende Märkte) um von aktuellen Trends zu profitieren. Die Möglichkeiten sind viel-fältig und sollten auf die jeweilige Person abgestimmt werden. Hier empfiehlt sich eine Beratung oder wenigstens eine Absprache mit erfahreneren Anlegern.
Soll ein Depot ausschließlich der Altersvorsorge dienen, so sollten nur Wert-papiere geringen Risikos gekauft werden. Es gibt für solche Zwecke sog. AS-Fonds mit Renditen um die 10% p.a., teils auch deutlich besser!
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Man sollte nicht unvorbereitet einfach drauflos kaufen, sondern sich vorher gründlich informieren, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Liquidität
Bargeld oder Geld auf Sparbüchern, Konten, etc., das kurzfristig oder gar jederzeit verfügbar ist
Wertpapiere
Siehe Kapitel 2
Sachwerte
Güter wie Immobilien, Rohstoffe, Edelmetalle oder andere Gegenstände, die der Werterhaltung dienen und durch Verkauf wieder Liquidität sichern
(weitgehend inflationsresistent)
Bei Investment mit geringem Vermögen sollte man auf zu riskante Geschäfte verzichten. Überhaupt wird man von einer Idealvermögensverteilung abweichen müssen, da das Geld dafür einfach nicht ausreicht.
Geldanlage ist etwas sehr individuelles. Deshalb kann es keine Patentrezepte geben. Man muss sich sehr intensiv mit seiner eigenen Situation beschäftigen, um sein Geld optimal investieren zu können.
Altersvorsorge per Sparbuch lohnt sich nicht! Trotz z.B. 2,5 % Zinsen kann die Rendite/ der Ertrag negativ sein, z.B. durch eine Inflationsrate von 3 % (2,5%-3% = - 0,5%)!
Eine private Rentenversicherung bei einer Versicherungsgesellschaft ist ratsam, weil sie sehr unkompliziert und sicher ist. Dennoch gilt es zu bedenken: Die Versicherung legt Ihr Geld an und zahlt Sie später aus. Natürlich will die Gesellschaft aber auch verdienen - und zwar an Ihnen! Deshalb, sofern Sie geringfügige Kurschwankungen aushalten können, sollten Sie sich selbst um Ihre Rente kümmern - dafür gibt es spezielle Fonds (AS-Fonds).
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| 3.3 Informationsbeschaffung
Der anhaltende Börsenboom hat die Informationsbeschaffung für Durch-schnittsbürger erheblich erleichtert. Es gibt kaum noch Medien, die das Thema Börse aussparen. Aber: eine Flut von Informationen will erst einmal verarbeitet werden und sortiert - nach brauchbar und unbrauchbar. Man sollte sich daher auf wenige, ausgewählte Quellen verlassen.
Empfehlenswert sind für den Anfänger sicherlich die Börsenzeitschriften, die es inzwischen wie Sand am Meer gibt. Auch n-tv bietet eine preiswerte Mög-lichkeit, sich zu informieren. Allerdings sollte man immer mit seinem gesun-den Menschenverstand dabei sein, nicht alles was man so erzählt ist wahr, geschweige denn brauchbar!
Auch überregionale Tageszeitungen beinhalten Börseninformationen, so etwa die Süddeutsche oder die Frankfurter Allgemeine. Für Einsteiger sei die Zeitschrift Geld idee empfohlen.
3.4 Die Qual der Wahl - Hausbank oder Direktbank?
Geht man davon aus, dass die meisten Menschen eher bequem sind, so liegt sicher die Entscheidung nahe, die mit seinen "normalen" Bankgeschäf-ten betraute Hausbank auch mit dem Effektengeschäft zu beauftragen. Die Vorteile liegen auf der Hand: unmittelbare Nähe zur Wohngegend, konkrete Ansprechpartner, gute (?) Beratung, persönliche Betreuung und vielleicht sogar ein seit Jahren gepflegtes Vertrauensverhältnis. Für Börseneinsteiger ohne alternative Beratungsmöglichkeit ist dieser Weg demnach auch zu bevorzugen.
Die Direktbanken, auch sie werden stetig mehr, locken mit enorm günstigen Gebühren, mit denen eine Hausbank nicht mithalten kann. Über das Internet sind die Geschäfte am günstigsten, aber auch über Telefon oder Fax ist Directbanking möglich. Hier verzichtet man jedoch völlig auf Beratung!
Für den ein oder anderen mag die Ersparnis das entscheidende Argument sein. Aber man überlege sich dabei, dass auch Hausbanken häufig bereits Vergünstigungen bei Geschäften über Telefon (Telebanking) oder Internet anbieten. Man sollte also genau abwägen, um später nicht enttäuscht zu werden.
3.5 Wie man mit Wertpapieren handelt - Kauf und Verkauf
Hat man sich nun für ein Wertpapier entschieden, so muss man sich noch darüber informieren, ob man evtl. einen Mindestbetrag einsetzen muss, um das Wertpapier überhaupt kaufen zu können. Sollte auch diese Hürde ge-nommen sein, geht man zu seiner Bank (oder ins Internet) und beauftragt das jeweilige Kreditinstitut mit der Orderausführung. Dabei muss man ausfül-len, wieviel Stück man von welchem Wertpapier kaufen möchte, die Kennt-nis der Wertpapierkennnummer (WPKN, WPK) wäre hilfreich. Die Entschei-dung für den Kassa- oder variablen Handel steht aufgrund zu geringer Ein-sätze oft gar nicht erst zur Debatte. Der Vermerk "günstigst" sichert ab, dass versucht wird, zum günstigsten Kurs am angegebenen Tag und Börsenplatz die Order zu platzieren (sofern nicht der Kassakurs aus-schlaggebend ist).
Dann bekommt man heutzutage nicht etwa eine Aktie ausgehändigt, son-dern - ähnlich dem Girokonto - der Wertpapierbesitz wird einem Depot gut-geschrieben. Die Aktien selbst werden dabei meist in Girosammelverwah-rung aufbewahrt.
Der Verkauf verläuft genauso, auch hier muss man eine (Verkaufs-) Order aufgeben.
Es gibt auch die Möglichkeit, Wertpapiere ohne eigenes Zutun automatisch zu kaufen/ verkaufen. Die Verfahren heißen Stop-Buy bzw. Stop-Loss.
Man kann eine Order per Stop-Buy-Verfahren aufgeben, d.h. dass das an-gegebene Wertpapier genau dann gekauft wird, wenn sein Kurs einen vor-gegebenen Wert übersteigt - dies geschieht dann automatisch. Gleiches funktioniert auch beim Verkauf: Sinkt der Kurs unter die angegebene Marke, so wird automatisch verkauft. Auf diese Weise kann man sein Depot relativ gut vor übermäßigen Verlusten schützen.
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Bevor man eine solche Zeitschrift kauft oder gar abonniert, sollte man sich ein altes Exemplar leihen oder eines auf Probe kaufen, um zu sehen, ob die Informationen einen interessieren und ob man das Magazin für übersichtlich und "preiswert" hält.
Direktbanken haben oft Transaktionsgebühren um die 0,1-0,5 % des Auftragswertes, Hausbanken oft ca. 1 %. Man sollte aber auch die Mindestgebühren beachten!
Direktbanken sind z.B. Entrium, Comdirect, DiBa, DirektAnlage-Bank und Consors (nur für Wertpapiere).
Hat man sich einmal sicher entschieden, sollte man auch auf der Bank selbstbewusst auftreten und sich nicht durch "Überreden" von seinem Gedanken abbringen lassen. Häufig versuchen die Banken, hauseigene Fonds bevorzugt zu verkaufen. Dies ist für den Kunden nicht unbedingt immer vorteilhaft!
Bankspezifische Fondsgesellschaften sind z.B. Activest (HypoVereinsbank), ADIG (Commerzbank), Union (Volks- und Raiffeisenbanken), Deka (Sparkassen), DIT (Dresdner Bank), DWS (Deutsche Bank).
Das heißt aber nicht, dass deren Produkte nicht besser sein können als andere!
Stop-Loss-Orders lohnen sich besonders bei sehr volatilen Titeln, z.B. am Neuen Markt.
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| 3.6 Steuerpflicht und Freigrenze
"Kapitalerträge sind einkommensteuerpflichtig." Diesen Satz hat sicher jeder schon einmal auf seinem Kontoauszug gelesen. Dies gilt auch für Wertpapiere - etwa bei Dividendenausschüttungen.
Es gibt aber auch noch eine weitere Steuer: die Spekulationssteuer. Sie muss man auf jene Gewinne zahlen, die man durch Kursunterschiede zwi-schen Kauf und Verkauf erzielt. Die Spekulationssteuer ist gleich der Ein-kommensteuer. 999,-- DM pro Jahr sind steuerfrei, ist der Spekulationsge-winn höher, wird der volle Betrag versteuert.
Dies lässt sich umgehen, indem man zwischen Kauf und Verkauf mindes-tens ein Jahr wartet. Dann ist keine Spekulationssteuer mehr fällig!
3.7 Alternative: Investmentclub
Haben zwei Deutsche ein gemeinsames Interessengebiet, so gründen sie einen Verein. Dieses System macht auch vor der Wertpapieranlage nicht halt. In Deutschland gibt es schon mehr als 5.000 Investmentclubs, in denen Anleger ihr Gespartes gemeinsam vermehren. Eine Mitgliedschaft bietet nicht zuletzt die Möglichkeit, auf gesellige Weise das Anlagewissen durch den Austausch mit Gleichgesinnten zu vertiefen.
Die Mitglieder schließen sich in der Rechtsform einer GbR zusammen und erheben einen festen Monatsbeitrag. Im Gesellschaftsvertrag werden die Anlagekriterien genau festgelegt. Kaufs- und Verkaufsentscheidungen wer-den mehrheitlich getroffen. Oft werden Analyseaufgaben so untereinander aufgeteilt, dass sich mit der Zeit Spezialisten für spezifische Märkte oder Branchen herausbilden.
Wer eine "heiße" Anlageidee ausgetüftelt hat, muss die anderen überzeu-gen. So lernen alle Teilnehmer voneinander. Nicht selten übertreffen erfah-rene Teams mit ihren Ergebnissen die Performance professioneller Fonds. (aus: A.-S. Rühle: Schicken Sie Ihr Geld zur Arbeit [Falken Verlag, 1999])
Weitere Literaturvorschläge
§ A.-S. Rühle: Schicken Sie Ihr Geld zur Arbeit (Falken Verlag, 1999)
§ W. Schwanfelder: Vermögensbildung mit System (Falken Verlag, 1999)
§ M. Jungblut: WISO - Aktien, Fonds, Futures (ZDF, Ueberreuter, 2000)
§ G. Cesar: Ratgeber Börse {auch: für Fortgeschrittene} (ARD plusminus, Schäffer-Poeschel Verlag, 2000)
(siehe auch Randbemerkungen Seite 4)
Raum für Notizen und Bemerkungen
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Dividendeneinkünfte sind ggf. vom Freistellungsauftrag gedeckt.
Spekulationsgewinne können mit Verlusten und Werbekosten wie Depotgebühren, Provisionen usw. verrechnet werden!
Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat Musterverträge für die Gründung von Investmentclubs erarbeitet: DSW, Humboldtstraße 9, 40237 Düsseldorf. Telefon 0211/ 669702.
Raum für Notizen und Bemerkungen
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