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von Daniel Vogel
Mittweida, April 2001
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Handelsblatt
DIE WIRTSCHAFTS- UND FINANZZEITUNG
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Als spezialisierte Wirtschafts- und Finanztageszeitung hebt sich das Handelsblatt inhaltlich deutlich von den übrigen überregionalen Tageszeitungen ab.
Auf 56 Seiten wird über die Bereiche Wirtschaft und Politik im weitesten Sinne informiert. Ergänzt wird das tägliche Angebot durch wöchentlich erscheinende, auf die Erscheinungstage verteilte, Beilagen.
Das erste der vier Bücher ist das allgemeine und enthält neben der Titelseite und dem Thema des Tages (Seite 2) täglich die Ressorts Wirtschaft und Politik, Deutschland/ Europa (auf sechs Seiten), International, Konjunktur und Trends, Meinung und Analyse sowie Report. Dieser erste 14seitige Teil der Zeitung dient der Information über tagesaktuelle Ereignisse und legt den Schwerpunkt auf politische Berichterstattung, wobei das Informationsangebot insofern von anderen überregionalen Tageszeitungen abweicht, als bereits hier wirtschaftliche Aspekte die Berichterstattung beeinflussen.
Die folgenden Bücher spezialisieren sich zunehmend auf rein wirtschaftliche Themen.
Im zweiten findet man Berichte aus den Bereichen Unternehmen und Märkte, Fortschritt, Netzwert aktuell und Inside, freitags ergänzt um die Handelsblatt-Woche. Die hier gebotenen Informationen übersteigen bei weitem die Vielfalt und den Umfang der Wirtschaftsberichterstattung anderer überregionaler Tageszeitungen. Allein dem Bereich Unternehmen und Märkte werden sieben Seiten gewidmet - mehr als in jeder anderen Zeitung.
Das dritte Buch beschäftigt sich unter der Überschrift Finanzzeitung ausschließlich mit Themen der Finanzmärkte. Kursübersichten deutscher Wertpapiere werden hier um informative Hintergrundberichte ergänzt. Zusätzlich enthält dieser Bereich Informationen über Zinskonditionen und Rohstoffe.
Die Privatanleger finden ihre Themen, u.a. Kurslisten von Investmentfonds im umfangreichen Ressort Anlegerzeitung im vierten Buch, das durch den einseitigen Sportreport abgerundet wird.
Das börsentäglich Montag bis Freitag erscheinende Handelsblatt wartet zusätzlich täglich mit mindestens einer Beilage zu speziellen Themen auf. Wöchentlich erscheinen auf die Wochentage verteilt: Netzwert, Kunstmarkt, Recht und Steuern, Auto-Mobil und freitags Immobilien, Karriere und Management, Investor - Für den privaten Anleger sowie Galerie der Lebensart.
Mit einer durchschnittlich verkauften Jahresauflage von 166.183 in 2000 belegt das Handelsblatt Platz vier unter den überregionalen Tageszeitungen. Entgegen dem Trend konnten die Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr sogar um sieben Prozent gesteigert werden. In der Reichweite liegt das Handelsblatt bei seiner Hauptzielgruppe nach LAE-Rechnung sogar vorn. 291.150 Menschen, das entspricht 14 % des Gesamtzielmarktes, erreicht das Blatt täglich.
Dabei richtet man sich vorrangig an Entscheidungsträger aus dem Bereich Wirtschaft und Verwaltung. Von denen wird das Handelsblatt in der Tat vorrangig gelesen; besonders in Führungspositionen erreicht man deutlich mehr Leser als Hauptkonkurrent FAZ und sichert sich somit eine Reichweite von knapp 45 %.
Unterschieden nach Geschlechtern wird das Handelsblatt, wie bei den Überregionalen üblich, zu etwa 90 % von Männern gelesen, vorrangig im berufsfähigen Alter von 30 - 59 Jahren.
Durch diese Zahlen gewinnt das Handelsblatt zusätzlich an Profil als führende Wirtschafts- und Finanzzeitung Deutschlands.
Das Blatt wird herausgegeben von Dieter von Holtzbrinck und erscheint
in der Verlagsgruppe Handelsblatt in Düsseldorf. Es ist überregionales Pflichtblatt an allen acht deutschen Wertpapierbörsen und offizielles Veröffentlichungsorgan der Warenterminbörse Hannover.
Durchschnittlich 74 Minuten lang liest ein Kunde das Handelsblatt, in 58 % der Fälle ist der Arbeitsplatz Ort des Zeitungskonsums. Außerdem verfügt die Zeitung über eine vorbildliche Leser-Blatt-Bindung. Drei Viertel aller Leser fühlen sich laut der Erhebung Handelsblatt-Copytest 2000 dem Blatt eng verbunden (1 - 3 auf einer siebenstufigen Skala).
Eine weitere Besonderheit des Handelsblattes besteht in der national ausgeglichenen Leserschaft. In allen Erfassungsbezirken der LAE (2000) betrug die Reichweite zwischen 10 und 18 Prozent des Gesamtzielmarktes. Eine solche Konstanz kann keine andere überregionale Tageszeitung in Deutschland vorweisen.
Das Handelsblatt wird sowohl im Print als auch digital vertrieben.
Die profilierte, umfangreiche Internetpräsenz handelsblatt.com besitzt dabei zusätzlich zur Printredaktion unter den Chefredakteuren Rainer Nahrendorf und Waldemar Schäfer eine eigene Online-Redaktion. Die Nutzung des Online-Angebotes ist weitestgehend kostenfrei. Das digitale Angebot geht dabei über die Print-Version hinaus und umfasst zusätzlich eigene Berichte sowie verschiedene Finanzdienstleistungen wie Depotüberwachung und Realtimekurse, Chartanalysen, historische Börsenkurse und ein umfangreiches Archiv.
Gegen eine Gebühr kann auch auf das größte Journalisten-Archiv der Welt zugegriffen werden.
Das Handelsblatt kostet im Straßenverkauf drei Mark, im Abonnement ist es für monatlich 64 oder jährlich zum Vorzugspreis von 738 Mark erhältlich. Eine Besonderheit des Handelsblattes: Es sind auch Wochentagesabonnements möglich, d.h. die Zeitung kann auch nur an ausgewählten Wochentagen bezogen werden.
Eine Ermäßigung erhalten Studenten, Zivildienstleistende und Wehrpflichtige. Bei Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung zahlen sie für das Abonnement monatlich 29 Mark.
Auch im Ausland kann das Handelsblatt bezogen werden. Dafür gelten EU-weit die Inlandspreise. Außerhalb muss ein Versandkostenzuschlag gezahlt werden. Für die Vereinigten Staaten gelten Sonderkonditionen.
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